Allgemein Fliegen Paragliding

Chillout Thermikcam 21 – Tag 2

Heute wars ein sehr enttäuschender und überhaupt nicht lehrreicher Tag im Chillout Thermik Camp. Am Morgen früh haben wir uns in der Basis getroffen, dann durfte ich erst Mal IT Superman spielen und den Leuten denen es zu schwierig ist eine IGC Datei irgendwie zu übermitteln die IGC Dateien von den Geräten saugen und an Kari weitergeben. Anschliessend haben wir unsere Flüge angeschaut. Scheinbar war mein Flug so Eventlos, dass er keine Kommentare oder Verbesserungsvorschläge wert war. Einzig mein absaufer über Zweilütschinen wurde mit dem Kommentar “ja du warst halt im Lee” kommentiert.

Anschliessend wurde nochmal über die Theorie des Thermikfliegens geredet und dass man eher eng drehen möchte um im Kern zu bleiben. Neuer Lerninhalt: Wenn man sich entscheidet sich ein zu drehen und nach 180 Grad nicht mehr im steigen ist – Kreis aufgeben und nach einer besseren Thermik suchen. Ansonsten war mir das meiste bekannt.

Dann gings auch schon ans finden des nächsten Fluggebietes. Da etwas Föhn angesagt war gepaart mit starkem SW Wind in der Höhe entschied sich Kari für Därstetten. Ich hatte eher Marbachegg erwartet aber sind beide relativ tief liegende Gebiete die nicht so stark von Föhn oder SW Wind betroffen wären. Also gings los richtung Simmental – in Därstetten angekommen wurde kurz am Landeplatz vorbeigefahren und dann gleich den Berg hoch. Oben hatte es noch etwas Schnee auf der Strasse was für uns bedeutete, dass wir noch ein paar Schritte gehen konnten – dann wurde Steve Bramfitt ausgequetscht wie er nun hier Thermik suchen würde, nach einigen Minuten war klar – in dem er mehr den Berg hoch steigt und höher in die Thermik einsteigt. um ca. 11:45 gabs dann Startfreigabe – Ich habe meine Kurskameraden voraus gehen lassen, in der hoffnung irgendwas an Thermik zu sehen und schon erste Erkenntnisse zu gewinnen. Viel schaute aber nicht raus, also dann doch rausgehauen und versucht irgendwie die Höhe zu halten – war bei mir recht fruchtlos – nach 10 Minuten stand ich am Landeplatz (der schon recht starken Talwind abbekommen hatte) – kurze Zeit später waren fast alle am Boden. Also nochmal hoch und das gleiche von vorn. Diesesmal bin ich gleich nach Kari raus und habe mir vorgenommen Kari nach zu fliegen – nach 3 Kreisen war ich aber so tief, dass ich fast in die Bäume krachte und musste leider wegdrehen. Ich konnte dann noch ein paar Minuten in kleinen Thermikblasen aushalten stand aber nach 12min schon wieder am Boden. Kari und Steve sowie zwei der Kursteilnehmer hatten aber ihre Freude – Kari flog bis Leissigen – Steve sogar bis Därligen. Luca und Francis flogen bis fast nach Wimmis – drehten aber dann wieder um da sie den nächsten Anschlusspunkt nicht fanden. Mirjam hat uns dann alle wieder aufgelesen und wir holten noch Kari und Steve in Leissigen bzw. Därligen ab.

Bei der Anfahrt richtung Interlaken sahen wir dann einige Gleitschirme hoch über dem Harder am aufdrehen. Kari meinte gleich “so jetzt noch einen Flug vom Amis zum ausklang” – wir stellten die, die nicht mehr fliegen wollten in der Basis ab und fuhren los richtung Amisbühl. Dachte ich. Am Luegi hielt Mirjam aber raus und Kari meinte “Ja also in einem Thermikcamp muss es doch möglich sein auch am Luegi auf zu drehen” – auf meinen Protest wurde nicht eingegangen. Ich habe mir schon Ueli und Tom vorgestellt wie sie sich gekugelt haben vor lachen – sie wissen wie ungerne ich vom Luegi fliege. Es ist mir der Aufwand nicht wert. Am Luegi angekommen sahen wir noch zwei Schirme die direkt vor dem Luegi etwas höhe gewinnen konnten. Kari meinte – wir sollen pressieren besser wird die Thermik nicht mehr – also hab ich mich in Chillout speedmanier parat gemacht und bin gestartet. An der ungefähren stelle angekommen wo die anderen beiden gestiegen waren, war da nicht viel zu holen. Schon nach kurzer Zeit musste ich das Lehn ansteuern – der ganze Flug bis ins Lehn war ein einziger Fluch von mir. Nach 9min im Lehn gelandet konnte ich dann die Restlichen Kursteilnehmer nach ähnlich wenig Airtime in empfang nehmen. Einzig Kari und Steve flogen mit ihren Hochleistern direkt rüber an den Harder und konnten da im resten des Talwindes aufsoaren.

Der Tag ging zu ende mit einer Fahrt im Chillout Bus und der immer freundlichen Mirjam richtung Chillout Basis – während dem wir Steve und Kari zusehen konnten wie sie am Harder etwas ihren Spass hatten.

Ich hatte zwischen den Flügen von Därstetten noch bei Kari und Steve nach Tipps gesucht wie ich mich in so leichten Bedingungen halten kann, beide hatten eher ein Schulterzucken für mich übrig. Auf Whatsapp hab ich dann gesehen, dass Dario heute einen Flug von Grindelwald über Interlaken bis nach Lungern geschafft hatte. (Herzliche Gratulation dazu) – es gab also ganz gute Thermik – nur halt nicht auf 1100m Starthöhe wie in Därstetten oder am Luegi. Speziell die Aktion mit dem Luegi fand ich gar nicht amüsant – der Tag war für mich absolut nicht nützlich – aber Kari und Steve hatten ihre freude. *GRML*

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *